Der groesste Konzertsaal und das Zimmer der Katze
Charakteristisch fuer eine alte Zeit war das Zimmer, wo ich zehn Jahre lang Klavierspielen lernte. Einmal in der Woche ging ich zu der Wohnung meiner Musiklehrerin (sie war nicht nur die beste Klavierlehrerin, sondern auch die beste Lehrerin fuer Musikgeschichte und -Theorie). Ihr Reiz, und der Reiz des Zimmers, bezauberten mich immer. Es gab zwei Klaviere, die aus Wien (City-of-Music) kamen, woher meine Lehrerin auch kam, und die Klaviere(Boesendorfer) fuegten sich wie ein Zusammensetzspiel aneinander. Alles andere in diesem Zimmer hatte auch mit Musik zu tun, und kam auch aus Wien.
Vergilbte Seiten der schoenen Musik, die ich liebte, eingerahmt an den Waenden, und auf den Stellagen gab es Miniaturportraets der beruehmten Komponisten. Naechst den Miniaturportraets standen kleine Glasfiguren -- musizierende Kinder. Ich brauchte den Raum nur anzusehen, so konnte ich in der Stille Musik fuehlen.